Mittwoch, 04.02.2015

 

Es soll heute in den Norden Martiniques gehen, nach St.-Pierre. Kurz nach 10 Uhr verlassen wir die schöne Ankerbucht Grande Anse. Bis nach St.-Pierre sind es knapp 17 Seemeilen, die wir unter vollem Groß und voller Genua bei vier Windstärken aus Südost in drei Stunden zurückgelegt haben. Das war mal wieder "sailing at its best" - schöner kann es nicht sein. Bei halbem Wind und strahlendem Sonnenschein, da ist jede Seemeile ein Genuss.

Als wir in St.-Pierre ankommen, müssen wir den richtigen Ankerplatz erst ein bisschen suchen. Einige Boote ankern hier schon, an manchen Stellen ist es mit 24 Metern zum Ankern ziemlich tief. Zu guter Letzt haben wir aber doch den richtigen Platz in fünf Meter tiefem Wasser gefunden.

Heute war es mit 30 Grad ein richtig heißer Tag, in der Kajüte kletterte das Thermometer auf 34 Grad, trotzdem haben wir uns aber noch zu einem kurzen Landausflug aufgerafft. St. Pierre liegt am Fuß des Mount-Pelée, dem Vulkan, der 1902 zum letzten Mal ausgebrochen ist. Die damalige Hauptstadt Martiniques wurde das "Klein-Paris der Antillen" genannt und war eine blühende Hafenstadt. Der Vulkan hat die Stadt mit ihren 30.000 Einwohnern binnen zwei Minuten unter Lava und Asche begraben. Nur ein einziger Mensch hat die Katastrophe überlebt - ein Häftling in einem unterirdischen Verlies.

 

Der wolkenverhangene Mount-Pelée:

 

Fischer in St.-Pierre kümmert sich um sein Netz: