Drucken

Montag, 08.06.2015

Das Marinabüro in Flores ist am Wochenende nicht besetzt und so haben wir am Freitag schon das Liegegeld abgerechnet, weil wir am Sonntag weiter nach Faial segeln wollten. Pro Tag waren für die Amazone 12,60 Euro fällig, einschließlich Wasser, Strom und leider nur kalter Duschen. Ein absolutes Schnäppchen. Allerdings steht bei Wind aus östlichen Richtungen erheblicher Schwell in den Hafen, so dass es dann äußerst ungemütlich wird. Bei unserer Anmeldung hatte uns der Hafenmeister schon darauf hingewiesen, dass der Wind in absehbarer Zeit auf Ost dreht und uns empfohlen, rechtzeitig den Hafen zu verlassen. Auch für unseren Törn nach Faial wäre Ostwind ungünstig, weil er genau von vorne käme. Also haben wir gestern Morgen gemeinsam mit der "Lubini" Flores verlassen. Wir waren gerade dabei, die Fender und Leinen aufzuklaren, als an der Kaimauer ein Auto hielt, mehrmals laut gehupt wurde und jemand zu uns herüber winkte - es war Christian Pfeiffer. Ein netter Abschiedsgruß vom Trans Ocean Stützpunktleiter.

135 Seemeilen lagen vor uns und nach 25 Stunden sind wir heute Morgen um 10 Uhr in Horta auf Faial  angekommen. Mangels Wind mussten wir die gesamte Strecke mit Motor fahren. Die Marina ist sehr gut besucht, ist sie doch ein Dreh- und Angelpunkt der Seglergemeinde. In Horta werden Crews getauscht, Heimatflüge angetreten oder die Yacht für die Weiterreise ausgerüstet.

Ein ungeschriebenes Gesetz sagt, dass ein Segler nicht auf den Azoren gewesen sein kann, ohne in Horta angelegt zu haben. Zwei Punkte müssen dort unbedingt erledigt werden: in "der" Seglerkneipe Peter's Café Sport ein Bier trinken und sich auf der Kaimauer mit einem kleinen Bild verewigen.  Wir haben noch einen der fünf OSV-Stander, die uns auf unserer Abschiedsparty überreicht wurden, den wollen wir in Peter's Café Sport aufhängen. Auf Porto Santo haben wir ja schon ein kleines "Kunstwerk" auf der Kaimauer hinterlassen, mal sehen, welches Motiv uns für Horta einfällt.

 

Am Vormittag erreichen wir Faial: